Foto: Michael Müller

Am 6.4. war Michael Müller zu Gast im ZDF-Mittagsmagazin. Dort stellte er sich den Fragen nach einem härteren Lockdown und einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz, die der CDU-Vorsitzende Armin Laschet am Vortag ins Gespräch gebracht hatte.

Michael Müller gegen vorgezogene MPK

Michael Müller machte als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz klar, dass eine vorgezogene Sitzung nur zu weiteren hektischen Beschlüssen, die dann womöglich schnell zurückgenommen werden müssten, führen würde. Deshalb hält er an dem angesetzten Termin am 12. April fest und besteht darauf, dass die nächste MPK sorgfältig vorbereitet wird.

Laschets Forderungen bloß vage

Laschet fordere zwar härtere Maßnahmen, welche genau, das bliebe sehr vage, erklärte Müller. Außerdem betonte er, dass es auch in Berlin bereits weitere Beschränkungen gäbe. So wären zwar nicht alle Maßnahmen der Notbremse vollzogen worden, dafür gingen aber einige Beschlüsse über die Vereinbarungen mit dem Bund in der letzten MPK hinaus. So habe Berlin bereits eine Home-Office-Pflicht, eine Testpflicht im Einzelhandel und auch die Kitas wären nur noch im Notbetrieb. Außerdem erkenne man, dass zwar die Belegung der Intensivstationen steigen, die Infektionszahlen aber blieben auf gleichem Niveau. Das zeige, dass die Maßnahmen wirken, erklärte Michael Müller im ZDF-Mittagsmagazin.

Müller für langfristige Maßnahmen und intensives Testen

Michael Müller betonte außerdem, dass ein kurzer harter Lockdown keine alleinige Strategie sei. Man bräuchte auch jenseits der Beschränkungen langfristige Regeln, denn wie die letzten Mutationen gezeigt haben, kann in der Pandemie immer wieder Unvorhergesehenes geschehen.

Deshalb sei es ihm auch wichtig, dem Rat der Wissenschaftler zu folgen, die fordern, dass dringend mehr getestet wird. „Testen ist nicht dazu da, um dann bummeln gehen zu können. Sondern Testen ist dazu da, frühzeitig Infektionsketten zu erkennen und sie durchbrechen zu können. Dafür muss es auch Anreize geben. Ähnlich wie wir es in Berlin machen, machen es auch andere Bundesländer, die dann sagen Einzelhandel ist nur möglich mit einem negativen Testergebnis. Das schafft dann auch Akzeptanz für das Testen.“

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