Für ein gutes Zusammenleben – auf gemeinsame Werte bauen

Berlin hat in den 30 Jahren seit der Wiedervereinigung eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Vom hässlichen Entlein, einer durch Krieg und Teilung gezeichneten Stadt, sind wir zu einer Metropole im Herzen des vereinten Europas geworden. Jedes Jahr wächst die deutsche Hauptstadt um etwa 40.000 Menschen – Menschen, die die Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt Berlins lieben.

Berlin ist die Stadt der Freiheit. Menschen aus der ganzen Welt kommen hierher, um frei zu leben, zu arbeiten, zu forschen und zu lieben. Einzige Bedingung ist auf Grundlage der Regeln unseres Zusammenlebens: andere genauso respektieren, wie man selbst respektiert werden will. Das macht die Stadt nicht nur zu einer der spannendsten Städte der Welt, sondern ist auch ein konkreter Grund, warum Unternehmen und Fachkräfte nach Berlin kommen. Dieses offene und urbane Klima ist aber keine Selbstverständlichkeit: Es wird durch die Menschen der Stadt gelebt und muss gegen Hass, Angstmacherei und Ausgrenzung verteidigt werden.

Der Verantwortung gerecht werden

Dazu gehört auch, dass wir als Stadt und als Land unserer Verantwortung gerecht werden. Ich habe mich als Regierender Bürgermeister schon lange dafür eingesetzt, dass wir mehr Flüchtlinge in unserer Mitte aufnehmen. Die Lage in Flüchtlingslagern in Griechenland ist inakzeptabel und Deutschland muss bereit sein, den Menschen die Chance auf ein echtes Asylverfahren zu gewährleisten, auch wenn andere europäische Länder ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Gerade Berlin hat in der Vergangenheit immer wieder große Solidarität erfahren – deshalb ist es richtig, wenn wir hier vorangehen. Zu einem guten Zusammenleben gehört auch, dass unsere Charlottenburg-Wilmersdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die keinen deutschen Pass haben, trotzdem wählen können. Wer in Charlottenburg-Wilmersdorf lebt, arbeitet und Steuern zahlt, soll sich auf kommunaler Ebene auch an Wahlen beteiligen dürfen. Dafür setze ich mich gemeinsam mit der Berliner SPD schon lange ein.