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Novemberpogrome jähren sich zum 85. Mal

Heute jähren sich zum 85. Mal die Novemberpogrome, bei denen der Hass gegen Jüdinnen und Juden ungezügelt sichtbar wurde.

Im ganzen Land griffen Schlägertrupps, oft unterstützt von der Bevölkerung, ihre jüdischen Mitbürger an, verwüsteten Geschäfte und brannten Synagogen nieder. Hunderte verloren ihr Leben oder wurden in den Suizid getrieben, in den folgenden Tagen wurden zehntausende in Konzentrationslager verschleppt.

 

Leider ist Antisemitismus kein Problem der Vergangenheit. Jüngste Zahlen zeigen, dass es eine deutliche Zunahme antisemitischer Straftaten in Deutschland gibt. Das ist eine Schande, die wir nicht tolerieren dürfen. Das jüdische Leben gehört zu Deutschland, es zu schützen ist unsere Pflicht.

 

Margot Friedländer, die am vergangenen Sonntag ihren 102. Geburtstag feierte und diese schreckliche Zeit als Jüdin selbst erleben musste kämpft heute als Holocaustüberlebende und Zeitzeugin mit Lesungen und Vorträgen gegen das Vergessen. Mit großer Dankbarkeit sehen wir ihr wunderbares Engagement und ihre wichtige Arbeit, insbesondere für junge Menschen. Ich empfehle sehr den kürzlich erschienen Film über ihr Leben: „Ich bin! Margot Friedländer“:  

 

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x-history/ich-bin-margot-friedlaender-holocaustueberlebende-100.html

 

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